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Schloß Burgk
das bis 1945 das vergleichsweise bescheidene Sommerschloß eines kleinen Fürstengeschlechts war, bietet überraschend viele historisch oder künstlerisch wertvolle Exponate hinter einer schlichten, schmucklosen Fassade. Das architektonische Ensemble Schloß Burgk ist Ergebnis baukünstlerischer Leistungen aus verschiedenen Epochen. 1365 erstmals urkundlich erwähnt, entsprach die Befestigungsanlage 1403 nicht mehr der Zeit. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts stellte der fortschreitende Einsatz von Feuerwaffen neue Anforderungen an eine Verteidigungsanlage. Der Neubau der Burgker Anlage erfolgte nach Abbruch des Vorgängerbaus im Jahre 1403. Es ist eine Randhausburg, bei dem die Gebäude teilweise die Wehrmauer ersetzen. Typisch der Kemenatenbau, bei dem sich in der oberen Etage der Rittersaal befindet. Über das Aussehen der Burg bis um 1600, als sie vermutlich das heute noch im wesentlichen vorhandene Äußere erhielt, können keine belegbaren Auskünfte gegeben werden. Anfang des 16. Jahrhunderts waren die Verteidigungsanlagen nochmals verbessert wurden. Der Rote Turm und die Schildmauer tragen noch die Jahreszahl 1545. Im 17. Jahrhundert wurde die Burg zum Schloß ausgebaut. 1616 begründet Heinrich II. ältere Linie Reuß die erste selbständige Herrschaft Burgk. Der Rittersaal mit Deckenhängewerk, Schlossküchenkamin, Kapelle mit Arbeiten von Paul Keil und Hans Balbierer sowie das Aufstocken des Treppenturms sind Änderungen dieser Zeit. 1673 wurde das gesamte Geschlecht der Reußen in den Grafenstand erhoben und 1778 erfolgte die Erhebung von Reuß älterer Linie in den Fürstenstand. Seit 1697 benötigte man Schloß Burgk nicht mehr als Wohnsitz, sondern nutzte es als Jagd- und Sommerschloß. Die Regentschaft Heinrichs III. brachte Schloß Burgk nochmals eine zwar nicht sehr umfangreiche, aber künstlerisch respektable Blüte im 18. Jahrhundert. Dazu gehören der Einbau der Silbermann-Orgel in der Schlosskapelle, die Einrichtung der Weißen